Schrankenloses Parken: Buyer’s Guide 2026 | SKIDATA

Schrankenloses Parken: Buyer’s Guide 2026

Thomas Doppler12 Minuten Lesezeit

Sie möchten Parken monetarisieren oder steuern. Gleichzeitig wollen Sie keine Ticketlogistik und keinen Schrankenbetrieb. Dann ist schrankenloses Parken oft der pragmatischste Weg.

Gleichzeitig stellt schrankenloses Parken eine strategische Weichenstellung dar: Wer betreibt das System – und wem gehören am Ende Regeln, Erlöse und Daten? Gerade bei digitalen Parklösungen ist Datenhoheit kein Detail, sondern eine Grundsatzfrage für Betrieb, Governance und Reputation.

Dieser Guide erklärt das Prinzip so, dass Sie es auch ohne Vorerfahrung sofort verstehen:

Was es ist. Wo es passt. Was sich im Betrieb ändert. Und woran Sie eine Lösung erkennen, die wirklich sauber läuft.

 

1) Was ist schrankenloses Parken?

Schrankenloses Parken (oft auch ticketloses Parken oder Free-Flow-Parking) bedeutet:

Fahrzeuge fahren ein und aus – ohne Schranke und in vielen Fällen ohne Papierticket. Stattdessen wird das Fahrzeug kamerabasiert über das Kennzeichen erfasst (Kennzeichenerkennung, LPR/ANPR). Bezahlt wird digital und/oder am Automaten – je nach Standort und Zielgruppe.

Entscheidend ist dabei, wer diese digitalen Regeln definiert, anpasst und verantwortet – und wo die dabei entstehenden Park- und Nutzungsdaten liegen. Schrankenloses Parken funktioniert technisch schnell, unterscheidet sich aber strategisch stark je nach Betreibermodell.

Wichtig: Schrankenlos heißt nicht „ohne Regeln“. Es heißt: Regeln, Zahlung und Kontrolle werden digital organisiert.

 

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2) Was Sie bei SKIDATA in einem System abdecken können

Viele Projekte scheitern nicht an der Idee, sondern an Stückwerk: hier eine Kamera, dort ein Payment-Anbieter, dazu ein separates Portal, später noch eine App. Das ist mühsam im Betrieb.

Ein oft unterschätzter Punkt dabei ist die Datenarchitektur: In integrierten Systemen behalten Betreiber die Kontrolle über Betriebs-, Nutzungs- und Zahlungsdaten – statt diese auf andere Dienstleister oder Geschäftsmodelle mit Eigeninteressen zu verteilen.

Bei uns bekommen Sie schrankenloses Parken als Gesamtlösung – und kombinieren genau die Bausteine, die Sie brauchen:

•    Hardware: Kameras, Automaten, optional hybride Komponenten
•    Software: Betrieb, Regeln, Auswertungen
•    Payment: vor Ort und digital
•    Integration: Schnittstellen für Ihre bestehenden Prozesse und Apps
•    Reservierung & Abos: für Stammnutzer und planbare Auslastung
•    Berechtigungen (Permits): für Mitarbeitende, Mieter oder Firmenkunden
•    Optional EV Charging: integriert in den Parkbetrieb
•    Datenhoheit & Governance: Regeln, Tarife, Auswertungen und Kundenschnittstellen bleiben beim Betreiber

So starten Sie klein – und erweitern später, ohne die Plattform zu wechseln.

 

3) Wo passt schrankenloses Parken besonders gut?

 

A) Unbemannte Flächen: Gemeinden, Seen, Wanderparkplätze

Hier ist schrankenloses Parken besonders verbreitet.

Der Grund ist einfach: Es gibt oft kein Personal vor Ort, dennoch soll die Fläche fair bewirtschaftet werden.

Sie starten mit einem schlanken Setup: Kennzeichenerkennung, klare Beschilderung, Bezahlung am Automaten und/oder digital. So können Sie Parken auch dann monetarisieren, wenn niemand „vor Ort kassiert“.

B) Handel & Retail

Im Handel zählt vor allem ein reibungsloser Ablauf. Kunden sollen ohne Umwege parken können. Gleichzeitig brauchen Sie klare Regeln (z. B. Maximalparkdauer). Entscheidend sind Bezahloptionen, die für alle Nutzergruppen funktionieren – nicht nur für App-Nutzer.

C) Hotels, Kliniken, Bürogebäude

Hier stehen Nutzergruppen und Berechtigungen im Vordergrund: Mitarbeitende, Besucher, Lieferanten, Mieter.

Ein schlanker, digitaler Prozess reduziert Rückfragen und macht den Betrieb planbarer.

D) Komplexe Umgebungen (Stadt, Mixed-Use, Mobility)

In komplexeren Umgebungen wird schrankenloses Parken oft mit Reservierung, Abos, Berechtigungen und weiteren Mobilitätsservices kombiniert.

In diesem Kontext taucht auch der englische Begriff barrierless parking auf.

E) Zielgruppe Flughäfen

An Flughäfen zählt vor allem Durchsatz ohne Stau: Schranken erzeugen bei Peaks (Ankunftswellen, Ferienbeginn) schnell Rückstaus, die bis in die Zufahrten wirken – schrankenloses Parken hält Ein- und Ausfahrt flüssig und reduziert Stop-and-Go. Gleichzeitig lässt sich das Modell gut mit Online-Reservierungen, unterschiedlichen Produktlogiken (Kiss & Fly, Short/Long Stay, Valet, Staff) und klaren digitalen Regeln kombinieren, ohne dass Tickets/Schranken zum operativen Bottleneck werden.

 

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4) Referenz aus der Praxis: Langbathseen (Gemeinde Ebensee, AT)

Wenn Parken ohne Personal funktionieren muss, zählt Robustheit mehr als Theorie.

Genau dafür ist Langbathseen ein gutes Beispiel: Dort betreibt die Gemeinde ein volldigitales, schrankenloses System mit kamerabasierter Kennzeichenerkennung an Ein- und Ausfahrt, Kassenautomaten vor Ort und flexibler Zahlungsintegration. Der Betrieb ist so ausgelegt, dass er auch ohne Mobilfunkempfang zuverlässig funktioniert. Und weil die Anlage remote überwacht und gesteuert werden kann, ist keine Vor-Ort-Präsenz erforderlich.

 

5) Wie funktioniert Kennzeichenerkennung (LPR/ANPR)?

Sie brauchen kein Technikverständnis.

So läuft es ab:

1.    Einfahrt: Eine Kamera erfasst das Kennzeichen. Der Parkvorgang startet.
2.    Parken: Tarif und Regeln laufen im Hintergrund.
3.    Zahlen: vor Ort am Automaten und/oder digital (je nach Setup).
4.    Ausfahrt: Der Vorgang endet automatisch. Eine Schranke ist nicht nötig.

Was Sie zu Erkennungsraten wissen sollten (realistisch und hilfreich)

Bei Kennzeichenerkennung gibt es keine „eine Zahl für alle Länder“. Ein sehr großer Einflussfaktor ist das Kennzeichen-Design (Standardisierung, Varianten, Reflexion, Schriftbild).

Aus Projekterfahrung sehen wir z. B.:

•    Österreich: über 99,9% möglich
•    UK: rund 99,7% möglich
•    USA: je nach Kennzeichen oft eher 98,x%

Wichtig: Das sind Erfahrungswerte, keine pauschale Garantie. Die tatsächliche Rate hängt zusätzlich von Spurführung, Kamera-Position, Beleuchtung, Geschwindigkeit und Verschmutzung ab.

 

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6) Bezahlen ohne Ticket: Welche Zahlungswege brauchen Sie?

Ticketlos heißt nicht „App-Pflicht“. Gerade bei Gemeinden und Freizeitflächen ist ein Mix sinnvoll, damit niemand ausgeschlossen wird.

Typische Bausteine:

A) Bezahlen vor Ort (Automat)
Besucher geben das Kennzeichen am Automaten ein, sehen den Betrag und bezahlen. Das ist für viele Nutzer die einfachste Variante.

B) Digital bezahlen
Digitale Zahlwege sind eine sinnvolle Ergänzung. Sie entlasten den Automaten und reduzieren Wartezeiten, besonders bei Spitzen.

C) Reservierung und Abos (für Stammnutzer)
Wenn Sie wiederkehrende Nutzergruppen haben (z. B. Mitarbeitende, Anwohner, Pendler), sorgen Abos und Reservierungen für Planbarkeit. Der Ablauf wird schneller, und Ihr Betrieb wird einfacher.

 

7) Was ändert sich im Betrieb?

Schrankenloses Parken ist nicht nur eine Frage der Technik. Entscheidend sind klare Abläufe.

A) Nutzerführung wird wichtiger

Ohne Ticket muss der Ablauf vor Ort sofort verständlich sein:
•    Wie funktioniert es?
•    Wo wird bezahlt?
•    Bis wann muss bezahlt werden?
•    Wo gibt es Hilfe?
Je klarer die Kommunikation, desto weniger Supportfälle.

B) Support wird „aus der Distanz“ organisiert

Unbemannte Standorte brauchen trotzdem Support. Sie lösen das nicht über Personal vor Ort, sondern über klare Prozesse und einen gut sichtbaren Kontaktweg.

C) Ausnahmefälle gehören dazu

Typische Fälle sind:

•    Kennzeichen falsch eingegeben
•    Kennzeichen schwer lesbar (verschmutzt/verdeckt)
•    Kulanzfälle (z. B. sehr kurzer Aufenthalt)

Der Unterschied zwischen einem stabilen Betrieb und ständigen Diskussionen ist: Sie definieren vorher, wie Sie damit umgehen.

D) Regeln bleiben – die Umsetzung wird digital

Auch ohne Schranke gelten Regeln. Sie definieren Tarife, Aufenthaltszeiten und Berechtigungen. Die Kontrolle basiert auf digitaler Erfassung statt auf Ticket und Schranke.

In digitalen Modellen heißt das auch: Sie tragen die Verantwortung für Regeln, Kommunikation und Ausnahmefälle – und brauchen die volle Kontrolle über die zugrunde liegenden Daten, um diese Verantwortung sauber wahrzunehmen.

 

8) Von kleinem Budget bis komplex: So skalieren Sie mit SKIDATA

Viele Betreiber starten klein. Das ist sinnvoll. Wichtig ist nur, dass Ihr System später mitwachsen kann.

Typische Ausbaustufen:

•    Start: Kennzeichenerkennung + Zahlung am Automaten (optional ergänzt durch digitale Zahlung)
•    Wachstum: Reservierung, Abos/Subscriptions, Berechtigungen (Permits)
•    Komplex: Integrationen, Reporting, Multi-Site-Betrieb, optional EV Charging

Sie bekommen bei SKIDATA alles aus einer Hand: Hardware, Software, Payment, Integrationen, App-Anbindung, Reservierung, Permit Handling und optional EV Charging. Sie wählen die Bausteine, die zu Ihrem Standort und Ihrem Budget passen.

 

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9) Ausschreibung, Nachweise, Datensicherheit: Was bei Gemeinden zählt

Wenn Sie ausschreiben müssen, brauchen Sie neben der Funktion auch Nachweise. Das gilt besonders bei Payment und Datenverarbeitung.

Drei Punkte sind in der Praxis entscheidend:

A) Standards und Zertifizierungen

Öffentliche Auftraggeber achten häufig auf nachweisbare Standards, etwa für Qualitätsmanagement, Umweltmanagement und Informationssicherheit.

B) Sicherheit im laufenden Betrieb

Digitale Systeme müssen aktuell bleiben. Updates und Security-Patches sind kein „Extra“, sondern Teil eines sicheren Betriebs. Planbare Updateprozesse gehören daher auf Ihre Checkliste.

C) Datenhoheit im schrankenlosen Parken

Schrankenloses Parken erzeugt zwangsläufig Daten: Ein- und Ausfahrten, Verweildauern, Zahlungen, Berechtigungen und Sonderfälle. Die zentrale Frage lautet daher nicht, ob Daten entstehen – sondern wem sie gehören und wer sie nutzen darf.

Gerade bei sogenannten „kostenlosen“ oder „No-Capex“-Modellen geben Betreiber häufig mehr ab als ihnen bewusst ist: Datenhoheit, Preisgestaltung, direkte Nutzerkommunikation und Eskalationsprozesse. Der operative Aufwand sinkt kurzfristig – der Kontrollverlust zeigt sich oft erst später.

Für Gemeinden und öffentliche Betreiber ist das besonders relevant: Beschwerden, Kulanzfälle oder mediale Kritik treffen fast immer den Standort – unabhängig davon, wer das System technisch betreibt.

 

10) Nachhaltigkeit: digital heißt auch effizient

Digitale Prozesse sparen Papier und reduzieren manuelle Abläufe. Das hilft im Alltag – und unterstützt einen effizienten Betrieb, besonders bei unbemannten Standorten. Nachhaltigkeit ist für uns zudem Teil unseres Anspruchs an Produkte, Betrieb und Verantwortung.

 

11) So erkennen Sie, ob ein Anbieter wirklich „alles aus einer Hand“ liefert

Viele Lösungen wirken auf den ersten Blick ähnlich. In der Praxis zeigen sich Unterschiede an vier Punkten:

1.    Ein System statt Insellösungen: Hardware, Software und Payment greifen sauber ineinander.
2.    Skalierung ohne Neustart: Sie starten klein und erweitern später um Reservierung, Abos, Permits oder Integrationen.
3.    Ausschreibung & Nachweise: Standards und Zertifizierungen sind für Gemeinden und öffentliche Betreiber oft entscheidend.
4.    Security im Betrieb: Updates, Patches und Payment-Sicherheit müssen laufend organisiert sein.

Wenn Sie diese Punkte im Blick behalten, vermeiden Sie teure „günstig gestartet, teuer betrieben“-Szenarien.

 

12) Buyer’s Checklist: 10 Fragen, die Ihnen Klarheit geben

1.    Ist Ihr Standort unbemannt (Gemeinde/Freizeit) oder komplex (Mixed-Use/Stadt)?
2.    Wer sind Ihre Nutzergruppen? Welche Zahlwege brauchen diese Gruppen wirklich?
3.    Brauchen Sie zwingend einen Automaten vor Ort?
4.    Wollen Sie vollständig schrankenlos starten oder zunächst hybrid?
5.    Welche Regeln sind wichtig (Maximaldauer, Tarife, Berechtigungen)?
6.    Wie sieht Ihr Prozess aus, wenn ein Kennzeichen nicht sauber erkannt wird?
7.    Wer übernimmt Support? Wie kommunizieren Sie den Ablauf vor Ort?
8.    Müssen Sie ausschreiben? Welche Nachweise sind erforderlich?
9.    Bevorzugen Sie Investition (Kauf) oder planbare laufende Kosten (Subscription)?
10.    Wollen Sie später Reservierungen, Abos, Permits oder EV Charging ergänzen?
11.    Worauf sollte ich bei Ausschreibungen in  Bezug auf Datenhoheit achten?

 

Wenn „kostenlos“ verlockt: Prüfen Sie das Geschäftsmodell

Gerade bei Gemeinden und Freizeitparkplätzen werden Parklösungen am Markt manchmal mit einem einfachen Versprechen angeboten: kein Personal, keine Investition, „Rundum-sorglos“.

Das klingt attraktiv – aber es lohnt sich, genauer hinzusehen: Irgendwer bezahlt immer.

Die zentrale Frage lautet daher:

Womit verdient der Anbieter sein Geld – mit Technologie und Service oder mit zusätzlichen Forderungen an Verkehrsteilnehmer?

Vor diesem Hintergrund lohnt sich ein genauer Blick auf Geschäftsmodelle, die schrankenloses Parken als „kostenlos“ anbieten – und darauf, welche Konsequenzen das für Datenhoheit, Steuerbarkeit und Reputation haben kann.

 

Das typische Dilemma bei Wander- und Seeparkplätzen

Diese Standorte sind besonders sensibel, weil hier oft Gelegenheitsparker (Touristen, Wanderer) parken, die das System nicht kennen – und weil Faktoren wie Netzabdeckung, Zeitdruck oder Missverständnisse schneller zu Ärger führen. Der Reputationsschaden trifft am Ende meist nicht den Betreiber des Systems, sondern den Standort: „Gemeinde X kassiert ab“ – auch wenn die Gemeinde den Prozess gar nicht im Detail steuert.

6 Prüffragen, bevor Sie ein „kostenloses“ Modell wählen

1.    Wer definiert Regeln und Tarife – und kann sie kurzfristig anpassen?
2.    Wer ist Ansprechpartner für Bürgerbeschwerden – und wie ist der Support erreichbar?
3.    Wie werden Sonderfälle gelöst (z. B. Tippfehler, Freiparkzeit, Kulanz)?
4.    Welche zusätzlichen Forderungen können entstehen – und wer verantwortet die Kommunikation dazu?
5.    Wie wird Transparenz vor Ort sichergestellt (Beschilderung, Ablauf, Fristen)?
6.    Wie passt das Modell zu Ausschreibungspflichten und Governance (Nachweise, Prozesse, Verantwortung)?

Der SKIDATA Ansatz: Kontrolle beim Betreiber, nicht beim „Inkasso-Mechanismus“

Wenn eine Gemeinde Parkraumbewirtschaftung digitalisiert, sollte das Ziel klar sein: einfache Nutzung, transparente Regeln, planbarer Betrieb – ohne Reputationsrisiko. 

 

Fazit

Schrankenloses Parken ist ein Betriebsmodell. Es ermöglicht Parkraumbewirtschaftung auch ohne Personal vor Ort. Es funktioniert vom kleinen Gemeindeparkplatz bis zur komplexen Mobilitätsumgebung. Entscheidend sind klare Prozesse für Nutzerführung, Zahlung, Support und Ausnahmefälle.

Wenn Sie dabei keine Insellösung möchten, sondern ein System, das mit Ihren Anforderungen wächst, erhalten Sie bei SKIDATA eine modulare Lösung aus einer Hand – passend zu Standort, Budget und Ausbauplan. Und mit Referenzen wie Langbathseen sehen Sie, wie das in der Praxis funktioniert.

 

FAQs

Was bedeutet „schrankenloses Parken“?

Schrankenloses Parken heißt: Ein- und Ausfahrt ohne Schranke und meist ohne Ticket. Stattdessen läuft die Erfassung und Abrechnung digital, häufig kamerabasiert über das Kennzeichen.

Ist „ticketloses Parken“ dasselbe wie „schrankenloses Parken“?

Nicht automatisch. Ticketlos beschreibt in erster Linie den Verzicht auf ein Papierticket (z. B. Kennzeichen statt Ticket). Schrankenlos beschreibt den Verzicht auf eine physische Schranke an Ein-/Ausfahrt. In der Praxis werden beide Begriffe oft gemeinsam verwendet, aber es gibt auch Mischformen (z. B. ticketlos mit Schranke oder schrankenlos mit zusätzlichem Fallback-Prozess).

Was ist Free-Flow-Parking?

Free-Flow-Parking beschreibt denselben Grundgedanken: flüssige Ein- und Ausfahrt ohne Stop-and-Go an der Schranke. Die Abrechnung erfolgt über digitale Prozesse statt über Tickets.

Brauche ich für schrankenloses Parken zwingend eine App?

Nein. Für viele Standorte ist ein Mix sinnvoll: Bezahlung am Automaten vor Ort plus digitale Optionen – damit niemand ausgeschlossen wird.

Wie funktioniert Kennzeichenerkennung (LPR/ANPR) einfach erklärt?

Beim Einfahren wird das Kennzeichen erfasst und der Parkvorgang startet. Bezahlt wird je nach Setup vor Ort oder digital, und bei der Ausfahrt endet der Vorgang automatisch.

Wie zuverlässig ist Kennzeichenerkennung?

Die Erkennungsrate hängt stark vom Land (Kennzeichen-Design) und vom Standort-Setup ab (Spurführung, Kameraposition, Licht, Verschmutzung). Wichtig ist ein sauber definierter Prozess für Sonderfälle.

Was ändert sich im Betrieb, wenn Ticket und Schranke wegfallen?

Der Fokus verschiebt sich auf Nutzerführung, Zahlung und Support-Prozesse. Wer diese Abläufe klar definiert, hat weniger Rückfragen, weniger Streitfälle und einen stabileren Betrieb.

Was sind die häufigsten Sonderfälle – und wie löst man sie?

Typisch sind Tippfehler, verdeckte/verschmutzte Kennzeichen oder Kulanzfälle. Entscheidend ist, dass Sie vorher festlegen, wie Sie diese Fälle behandeln (z. B. Nachzahlung, Korrektur, Kulanzregel).

Für welche Standorte eignet sich schrankenloses Parken besonders?

Sehr gut für unbemannte Flächen (Gemeinden, Freizeit, Wanderparkplätze), aber auch für Retail, Hotels, Kliniken und Büros – wenn Regeln, Zahlung und Berechtigungen sauber organisiert sind.

Kann ich klein starten und später erweitern?

Ja. Sinnvoll ist ein modularer Einstieg (z. B. Kennzeichenerkennung + Vor-Ort-Zahlung) und späterer Ausbau um Reservierungen, Abos, Berechtigungen oder Integrationen.

Warum ist die Datenhoheit ein Kernkriterium?

Weil Regeln ohne Datenhoheit praktisch nicht durchsetzbar sind. Nur wenn klar ist, dass Daten, Prozesse und Kommunikation beim Betreiber liegen, lassen sich Fairness, Kulanz und Governance dauerhaft sicherstellen.

Was bedeutet „alles aus einer Hand“ bei SKIDATA konkret?

Sie bekommen eine Gesamtlösung, in der Hardware, Software, Payment und Integrationen zusammenpassen. Das reduziert Schnittstellen, vereinfacht den Betrieb und macht Erweiterungen planbar – von Kennzeichenerkennung über digitale und Vor-Ort-Zahlung bis zu Reservierungen, Abos und Berechtigungen (Permits) sowie optional EV Charging.

Und: SKIDATA Lösungen laufen auch in Umgebungen, in denen Stabilität und Prozesssicherheit jeden Tag zählen – zum Beispiel am Flughafen München.

Wie wichtig ist Beschilderung bei schrankenlosem Parken?

Sehr wichtig. Ohne Ticket muss der Ablauf vor Ort klar verständlich sein: Was gilt, wo wird bezahlt, bis wann, und wie erreicht man Support.

Was ist der Unterschied zwischen „On-Street“ und „Off-Street“ – und warum ist das relevant?

Off-Street ist klassisch Parkplatz/Parkhaus. On-Street ist Parken am Straßenrand (Curbside). Die Prozesse unterscheiden sich – insbesondere bei Kontrolle, Tarifen und Nutzerführung.

Worauf sollte ich bei Ausschreibungen achten?

Neben Funktion zählen Nachweise, ein klares Betriebs- und Supportkonzept sowie Informationssicherheit und Zahlungsverkehr. DSGVO ist dabei der Mindeststandard. Relevanter ist, ob der Anbieter nach anerkannten Standards auditiert ist – zum Beispiel ISO 27001 (Informationssicherheits-Management) für zentrale Bereiche wie globale Cloud-Infrastruktur, technischen Service und sichere Cloud-Produktentwicklung.

Wie erkenne ich, ob eine Lösung langfristig stabil betreibbar ist?

Achten Sie auf klare Prozesse (Support, Ausnahmefälle), nachvollziehbare Verantwortlichkeiten, Update- und Sicherheitskonzept sowie Skalierbarkeit ohne Plattformwechsel.

Warum bieten manche Anbieter Gemeinden ein System „kostenlos“ an?

Weil die Finanzierung dann oft über andere Mechanismen erfolgt. Darum lohnt sich die Frage: Womit verdient der Anbieter sein Geld – mit Technologie/Service oder mit zusätzlichen Forderungen an Nutzer?

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