Skidata Global Blog

Käuferleitfaden: Parksystem vs. Arbeitsplatz-Parksoftware

Geschrieben von Thomas Doppler | 01.01.1970, 00:00:00

Wenn Sie ein Bürogebäude mit Parkanlage betreiben, schlägt früher oder später jemand eine Parkplatz-App vor. Ein Mieter möchte, dass seine Mitarbeitenden Stellplätze reservieren können, ein HR-Team hat bereits einige Tools verglichen – und die Frage landet auf Ihrem Tisch: Ergänzen Sie Ihr Parksystem um Arbeitsplatz-Parksoftware oder steuern Sie alles über ein einziges System?

Die Antwort hängt davon ab, für wen Sie Parkplätze bereitstellen. Arbeitsplatz-Parksoftware verteilt die Stellplätze eines Unternehmens unter dessen eigenen Mitarbeitenden und benötigt immer ein darunterliegendes Parksystem. Ein integriertes Parksystem steuert die gesamte Parkanlage aus einer Hand: Schranken, Kennzeichenerkennung, Berechtigungen für alle Mieter, Besucher, Zahlung und Service. Bei mehreren Mietern, mehreren Standorten oder kostenpflichtigem Parkieren ist das integrierte System meist die bessere Wahl.

SKIDATA ist ein integriertes Parksystem für Bürogebäude mit durchgängiger Hardware und Software. Mieter verwalten ihre eigenen Mitarbeitenden und Besucher, der Betreiber definiert Parkierlimiten pro Unternehmen, und Berechtigungen, Zahlung sowie Validierung laufen im selben System wie die Schranken. JBG Smith steuert das Parkieren für mehr als 300 Mieter in Crystal City, Washington D.C., mit SKIDATA aus einer einzigen Leitstelle.

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Parksystem und Arbeitsplatz-Parksoftware?

Ein Parksystem steuert die Parkanlage. Arbeitsplatz-Parksoftware entscheidet, welche Mitarbeitenden einen Stellplatz erhalten. Für Büroparkplätze müssen beide Aufgaben erfüllt werden, doch sie werden leicht verwechselt.

  • Die erste Aufgabe ist der Betrieb der Parkanlage. Schranken, Kennzeichenerkennung, Berechtigungen für alle Mieter, Besucher und Lieferanten, Zahlung, Validierung, Monitoring sowie der Techniker, der bei einer Störung vor Ort ist. Ohne diese Basis gibt es keine Stellplätze zu vergeben. In der Beschaffung nennt man dies ein PARCS: ein Parking Access and Revenue Control System.

  • Die zweite Aufgabe liegt darüber: Sie entscheidet, welche Mitarbeitenden an welchem Tag einen Stellplatz erhalten. Wie bleibt es fair, wenn 300 Personen 80 Stellplätze teilen? Und was passiert, wenn jemand nicht erscheint? Genau dafür ist Arbeitsplatz-Parksoftware da. Sie wird als Software für Büroparkplatzmanagement, als Parkplatzreservierungssystem oder als Teil eines Tools zur Arbeitsplatzbuchung verkauft – meist an das HR- oder Workplace-Team eines einzelnen Unternehmens.

Viele Workplace-Tools bezeichnen sich selbst als Parkplatzmanagementsysteme, was den Vergleich nicht einfacher macht. Die hilfreichere Frage lautet, ob ein System die Parkanlage betreibt oder nur entscheidet, wer einen Stellplatz erhält. Arbeitsplatz-Parksoftware benötigt immer ein darunterliegendes Parksystem sowie eine Schnittstelle zwischen beiden.

 

 

Was Arbeitsplatz-Parksoftware gut kann

Diese Tools einfach abzutun, wäre nicht fair. Sie wurden für hybrides Arbeiten entwickelt – und dafür sind sie gut geeignet.

•    Fairness unter Kolleginnen und Kollegen. Punkte oder Guthaben sorgen dafür, dass nicht immer dieselben Personen jeden Dienstag einen Stellplatz erhalten.
•    Keine ungenutzten reservierten Stellplätze. Wartelisten und automatische Freigaben geben ungenutzte Plätze an die nächste Person weiter.
•    Eine App für den Bürotag. Arbeitsplatz, Sitzungsraum und Parkplatz in derselben Mitarbeitenden-App.
•    Schneller Start. Wenn bereits eine funktionierende Schranke vorhanden ist, lässt sich die Software selbst rasch einführen.

Wenn Sie die Parkanlage eines einzelnen Unternehmens betreiben, die Schranke funktioniert und sich die Hauptbeschwerde auf die faire Verteilung unter hybriden Mitarbeitenden bezieht, ist ein solches Tool zusätzlich zu Ihrem Parksystem eine sinnvolle Wahl.

 

Warum verursachen zwei getrennte Systeme Probleme für Betreiber von Bürogebäuden?

Zwei getrennte Systeme schaffen Lücken bei Verantwortlichkeiten, Schnittstellen und Daten – und der Betreiber muss diese schliessen. Ein Betreiber organisiert das Parkieren nicht für ein einzelnes Unternehmen, sondern für ein ganzes Gebäude, manchmal sogar für ein ganzes Portfolio. Genau dort werden die Lücken zwischen zwei Systemen sichtbar.

  • Wen rufen Sie an? Wenn die Schranke geschlossen bleibt, kann die Ursache in der Software, der Schnittstelle oder im Parksystem liegen. Jedes Element gehört einem anderen Anbieter, und jeder prüft zuerst, ob der Fehler beim anderen liegt. Mit einem integrierten System gibt es einen Vertrag und ein Ticket.

  • Die Schnittstelle, für die niemand zuständig ist. Jedes Update auf einer der beiden Seiten erfordert erneut Tests der Verbindung. Ein neues App-Release, eine neue Firmware-Version, eine ausgetauschte Kamera. Diese Arbeit bleibt meist beim Betreiber hängen – ebenso wie die Rechnung.

  • Zwei Datenbestände. Zuteilungen liegen in der Arbeitsplatzsoftware. Einfahrten, Ausfahrten und Zahlungen liegen im Parksystem. Für Audits und Mieterreportings muss jemand sie jeden Monat abgleichen.

  • Ein Unternehmen gegenüber einem ganzen Gebäude. Die meisten Arbeitsplatz-Parktools werden von einem Unternehmen für die eigenen Mitarbeitenden beschafft. Bei zehn Mietern kann ein Betreiber an einer Schranke mit zehn unterschiedlichen Tools konfrontiert sein. Die wenigen Plattformen, die für Immobilienbesitzer entwickelt wurden, laufen dennoch auf Schranken und Kameras anderer Anbieter.

  • Wenn das Netzwerk ausfällt. Software, die die Schranke über das Netzwerk öffnet, ist auf diese Verbindung angewiesen. Ein Parksystem vor Ort kann den Zutritt auch offline weiter steuern.

  • Wie lange es wirklich dauert. «In wenigen Tagen live» klingt gut. Doch zuerst benötigen Sie ein funktionierendes Parksystem, dann die Integration, anschliessend Tests – und erst danach die Software. Der schnelle Teil ist der letzte Schritt.



 

Integriertes Parksystem und Arbeitsplatz-Parksoftware im Vergleich

KriteriumIntegriertes Parksystem (SKIDATA)Typische Arbeitsplatz-Parksoftware
Öffnet die SchrankeJa. Berechtigung und Schranke befinden sich im selben SystemNicht eigenständig. Benötigt eine Integration oder eine Zusatzsteuerung an der Schranke; einige Tools können dies gar nicht
KennzeichenerkennungIntegriert – von der Kamera bis zur BerechtigungKommt von einem anderen Anbieter, sofern sie überhaupt angebunden ist
Schranken, Terminals, KamerasVon SKIDATA geliefert und gewartetNicht Bestandteil des Produkts
Service bei StörungenHardware und Software in einem VertragNur Softwaresupport. Eine defekte Schranke geht an den Hardwarelieferanten
Zu wartende SchnittstellenKeine zwischen Berechtigungen und ZutrittMindestens eine, die nach jedem Update auf einer Seite erneut getestet werden muss
Zahlung und ValidierungIntegriert, einschliesslich kostenpflichtigem öffentlichen ParkierenMeist nicht Bestandteil des Produkts
Besucher, Lieferanten, DienstleisterGleiche Regeln und dasselbe System wie für MitarbeitendeIm besten Fall vorregistrierte Gäste. Alles andere bleibt beim Parksystem
Mehrere Mieter und ParkanlagenMehrere Unternehmen und Parkanlagen in einem B2B-WebshopMeist für die Mitarbeitenden eines einzelnen Unternehmens entwickelt
Faire Nutzung knapper StellplätzeFair im gesamten Gebäude: Limiten pro Unternehmen und Produkt, einschliesslich der Anzahl gleichzeitig parkierender Personen, direkt durch das Parksystem durchgesetztFair innerhalb eines Unternehmens: Punkte, Wartelisten, automatische Freigaben
Buchung von Arbeitsplätzen und SitzungsräumenNicht verfügbar. Tools von Drittanbietern werden über SKIDATA Connect angebundenTeilweise enthalten
Daten für Audits und MieterreportingsEine zentrale, verlässliche Datenquelle: Berechtigungen, Einfahrten, Ausfahrten, ZahlungenMindestens zwei Systeme, deren Daten abgeglichen werden müssen
NetzwerkausfallDas System vor Ort steuert den Zutritt auch offline weiterDas Öffnen der Schranke über das Netzwerk hängt von der Verbindung ab
Zeit bis zur funktionierenden ParkanlageEin Projekt. JBG Smith stellte 64 Fahrspuren in zwei Phasen von jeweils zwei bis vier Wochen umParksystem, dann Integration, dann Tests, dann Software
GesamtkostenEin Vertrag für die gesamte Parkanlage, als Projekt oder als Abonnement mit SKIDATA MSaaSLizenz pro Nutzer oder Stellplatz, zusätzlich zum Parksystem und zur Integration

Kurz gesagt: Ein integriertes Parksystem steuert die gesamte Büroparkanlage – von der Schranke bis zum Verwaltungsportal jedes Mieters – mit einem Vertrag und einem vollständigen Datensatz aller Vorgänge. Arbeitsplatz-Parksoftware ergänzt das Parksystem eines anderen Anbieters um eine Zuteilungsebene für die Mitarbeitenden eines einzelnen Unternehmens. 

 

Was deckt ein integriertes Parksystem wie SKIDATA für Bürogebäude ab?

In einem Bürogebäude steuert SKIDATA beide Seiten: Wer parkieren darf und die Schranke, die den Zutritt gewährt. Berechtigungen und Zutrittskontrolle bilden ein System, das vom Betreiber geführt und von allen Mietern genutzt wird.

•    Mieter verwalten ihre eigenen Personen. Der Administrator jedes Unternehmens fügt Mitarbeitende hinzu, weist ein Parkprodukt und einen Gültigkeitszeitraum zu und definiert das Identifikationsmerkmal: Kontrollschild, QR-Code, Karte oder Tag. Personen können innert Sekunden gesperrt oder entfernt werden.
•    Besucher ohne Anruf bei der Réception. Mieter erstellen Besucherberechtigungen selbst – mit Zeitfenster und Kontrollschild oder QR-Code. Der Gast erhält die Details per E-Mail.
•    Der Betreiber definiert die Limiten. Parkierlimiten pro Unternehmen und Produkt, einschliesslich der Anzahl Mitarbeitender, die gleichzeitig parkieren dürfen. Fairness zwischen Mietern ist integriert.
•    Ein Setup für das gesamte Portfolio. Mehrere Unternehmen und Parkanlagen laufen in einem B2B-Webshop, und ein Administrator kann mehrere Unternehmen betreuen.
•    Alles Weitere im selben System. Kennzeichenerkennung, Schranken, Zahlung, Validierung, Laden von Elektrofahrzeugen, Monitoring und Reporting.

Diese Funktionen sind keine separat zusammengestellten Produkte. Sie sind Module der SKIDATA Mobility Suite as a Service (MSaaS), einer hybriden Parksoftwareplattform im Abonnement. Mieter-Self-Service, Online-Reservierungen, automatische Zahlung und Kennzeichenerkennung laufen auf derselben Plattform, die auch die Schranken steuert. Der Betreiber kann Module ergänzen, wenn sich die Anforderungen des Gebäudes ändern.
In der Praxis steuert JBG Smith das Parkieren für mehr als 300 Mieter in Crystal City, Washington D.C., mit 64 Fahrspuren und rund 12'000 Stellplätzen aus einer Leitstelle. Das Unternehmen berichtet von jährlichen Betriebskosteneinsparungen von rund 1 Million US-Dollar. Torre Caleido in Madrid nutzt Kennzeichenerkennung für den ticketlosen Zutritt zu 2'000 Stellplätzen, die von mehreren Nutzergruppen geteilt werden.

Was SKIDATA nicht bietet: SKIDATA ist kein Buchungstool für Arbeitsplätze oder Sitzungsräume. Ein Mieter, der Arbeitsplatz- und Parkplatzplanung in einer Mitarbeitenden-App bündeln möchte, kann dennoch Arbeitsplatz-Parksoftware einsetzen. Diese wird über SKIDATA Connect mit SKIDATA verbunden, sodass der Betreiber ein Parksystem für das gesamte Gebäude behält.

 

 

Integriertes Parksystem oder Arbeitsplatz-Parksoftware: Was passt zu Ihrem Bürogebäude?

Je mehr Mieter, Standorte und Verkehrsarten Sie haben, desto eher lohnt sich ein integriertes System. Je stärker sich die Herausforderung auf die Mitarbeitenden eines einzelnen Unternehmens beschränkt, desto sinnvoller ist Arbeitsplatz-Parksoftware.

Ihre SituationBesser geeignet
Mehrere Mieter teilen sich eine ParkanlageIntegriertes Parksystem wie SKIDATA
Mehrere Parkanlagen oder ein ganzes PortfolioIntegriertes Parksystem wie SKIDATA
Mitarbeitende, Besucher, Lieferanten und kostenpflichtiges öffentliches Parkieren in derselben GarageIntegriertes Parksystem wie SKIDATA
Das bestehende Parksystem muss ohnehin ersetzt werdenIntegriertes Parksystem wie SKIDATA; Arbeitsplatzsoftware kann später ergänzt werden, falls ein Mieter dies wünscht
Ein Unternehmen, eigene Parkanlage, funktionierende Schranke und Beschwerden über die Fairness unter hybriden MitarbeitendenArbeitsplatz-Parksoftware zusätzlich zum Parksystem
Arbeitsplatz-, Raum- und Parkplatzplanung in einer Mitarbeitenden-App ist zwingendArbeitsplatz-Parksoftware, verbunden mit dem Parksystem
Keine Schranke, keine Kameras, nur eine Liste von StellplätzenArbeitsplatz-Parksoftware als eigenständige Lösung

 

Was sollte eine Ausschreibung für Büroparkplätze enthalten? Acht Fragen an jeden Anbieter

FrageAntwort von SKIDATA
Ein Fahrer steht um 8:15 Uhr an der Schranke fest. Wen rufe ich an, und wer schickt einen Techniker?SKIDATA – für Hardware und Software in einem Vertrag
Welche Schnittstellen liegen zwischen Berechtigungen und Schranke, und wer testet sie nach einem Update?Keine. Berechtigungen und Zutrittskontrolle sind ein System
Kann jeder Mieter seine eigenen Mitarbeitenden und Besucher innerhalb von mir definierter Limiten verwalten?Ja. Mieteradministratoren verwalten ihre Personen, der Betreiber definiert Limiten pro Unternehmen und Produkt
Wie werden Besucher, Lieferanten, Dienstleister und zahlende Gäste abgewickelt?Im selben System, einschliesslich Zahlung und Validierung
Können mehrere Gebäude und Parkanlagen in einem Setup betrieben werden?Ja. Mehrere Unternehmen und Parkanlagen in einem B2B-Webshop
Was passiert an der Schranke, wenn die Netzwerkverbindung ausfällt?Das System vor Ort steuert den Zutritt auch offline weiter
Wie ersetzen Sie mein Altsystem ohne lange Sperrungen von Fahrspuren?In Phasen. JBG Smith stellte 64 Fahrspuren in zwei Phasen von jeweils zwei bis vier Wochen um
Welche Zertifizierungen decken Cloud, Support und Hosting ab?ISO 27001, nach ISAE 3402 geprüftes Hosting, ISO 9001, ISO 14001. Zahlungskartendaten werden nicht in SKIDATA-Systemen gespeichert

 

Fazit: Wann sollten Betreiber von Bürogebäuden ein integriertes Parksystem wählen?

Arbeitsplatz-Parksoftware löst ein reales Problem: den Zugang für die Mitarbeitenden eines einzelnen Unternehmens. Betreiber von Bürogebäuden haben jedoch eine andere Aufgabe. Die Parkanlage muss jeden Morgen für alle Mieter, Besucher und Lieferanten funktionieren – mit einer Partei, die Verantwortung übernimmt, wenn sie es nicht tut. Genau dafür gibt es integrierte Parksysteme.

Wenn Sie ein Parksystem für ein Bürogebäude ersetzen oder neu planen, beginnen Sie mit den oben genannten Fragen. Und wenn ein Mieter später ein eigenes Planungstool für seine Mitarbeitenden wünscht, ist das kein Grund, die Parkanlage in zwei Systeme aufzuteilen. Das Tool kann einfach angebunden werden.


Mehr erfahren:
•    SKIDATA Office Parking: Fakten, Referenzen und Nachweise
•    SKIDATA B2B Parker Management
•    SKIDATA Connect
•    Referenz: JBG Smith, Washington D.C.
•    Referenz: Caleido, Madrid
•    SKIDATA-Zertifikate
•    SKIDATA Mobility Suite as a Service (MSaaS)